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USA-Einreise künftig nur gegen Facebook-Passwort möglich?

Abgesetzt wurden wir direkt am richtigen Schalter, sodass wir nicht durch den Flughafen umherirren mussten

Besser wir merken uns langsam unsere Passwörter. Zumindest wenn wir vorhaben, in die USA zu fliegen. Denn wenn es nach Plänen des Ministeriums für Innere Sicherheit (Homeland Security) geht, dann könnten die Beamten am Flughafen bald einen Blick in das persönliche Facebook- oder Twitter-Profil verlangen. Man könnte ja ein Terrorist sein, der Handgranaten-Selfies mit seinen Freunden teilt oder andere unerwünschte Sachen postet.

Am vergangenen Dienstag unterbreitete der Homeland Security Sekretär John Kelly diesen Vorschlag dem House Homeland Security Committee.

„Wir wollen uns mit den Passwörtern ihre Sachen in den sozialen Medien anschauen. Was machst du? Was sagst du? Wenn sie nicht kooperieren, kommen sie nicht rein.“

Aktuell ist es so, dass Reisende aus 38 Ländern (u.a. Deutschland, Großbritannien, Südkorea) vor Abflug das Einreiseformular „ESTA“ ausfüllen müssen. Anhand dessen wird überprüft, ob man überhaupt einreisen darf. Im Flugzeug füllt man dann noch eine Zollerklärung aus. Hat man das hinter sich gebracht, bekommt man ein schickes neues „Passfoto“, muss seine Fingerabdrücke abgeben und sich ein paar Fragen eines Beamten stellen. Hinzu kommen die standardmäßigen Sicherheitskontrollen bei Abflug und Ankunft.

Eigentlich ist das schon ein sehr streng geschnürtes Sicherheitspaket, aber seit Amtsantritt von Donald Trump kann es nicht streng genug sein. Deshalb sollen Zollbeamten nun also auch noch in denen privaten Profilen rumschnüffeln dürfen.

Konkret ist noch nichts, doch „das sind die Dinge, über die wir nachdenken“, erklärte Kelly weiter. „Wenn jemand sagt, ‚Ich komme aus dieser Stadt und das war meine Arbeit‘, müssen die Beamten das im Grunde so akzeptieren. Offen gesagt finde ich nicht, dass das genug ist. Gewiss sieht Präsident Trump das genauso. Also werden wir möglicherweise noch etwas hinzufügen müssen.“

Besonders geil ist die neue Regierung darauf, Leute aus sieben muslimisch geprägten Ländern wie Syrien oder dem Irak zu gängeln. Zwar wurde Trumps Dekret zum Einreisestopp von mehreren Gerichten als rechtswidrig abgeschmettert, doch der durchgedrehte Milliardär kündigte bereits ein neues Dekret zu dem Thema an. Man kann also nur hoffen, dass ihm mal die Dekrete-Vorlagen ausgehen.

Geschrieben von https://martinmcfly.de/author/martin/

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