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Mein Langstreckenflug mit American Airlines nach Miami – Erfahrungsbericht

Von B wie Beinfreiheit über E wie Essen bis T wie Toiletten

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Bis vor drei Tagen war ich noch mit meiner Freundin und ihren Eltern in Florida. Wir hatten eine schöne Zeit in diesem überwältigenden US-Bundesstaat, der gefühlt schon so groß zu sein scheint wie ein ganzes Land. Wirklich positiv überrascht hat mich die Hin- und Rückreise mit American Airlines, die auf ganzer Linie überzeugt hat.

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Wir hatten keine andere Wahl. Bei einem großen deutschen Reiseanbieter entdeckten wir diese super günstige Pauschalreise für rund 675 Euro pro Person inkl. Flüge, Zug zum Flug und 8 Übernachtungen in einem Mittelklasse-Motel mit Frühstück. Da kann man nicht meckern.

Üblicherweise sind wir vom Pech verfolgt, was Reisen angeht, zumindest wenn wir als Pärchen unterwegs sind. Entweder es gibt im Flieger keinen Platz mehr für unser Handgepäck oder wir werden krank oder es passieren andere unvorsehbare Dinge. Dankenswerterweise gönnte uns „Murphy’s Law“ diesmal eine Auszeit und bescherte uns damit einen wundervollen Urlaub im Sonnenstaat Florida.

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Bei American Airlines fühlten wir uns von Beginn an gut aufgehoben. Das fing schon bei der Planung der Reise an. Über einen Loginbereich auf der offiziellen Webseite AA.com konnten wir uns bequem am Computer um die Eingabe der für die Einreise erforderlichen Daten (u.a. ESTA) kümmern. Wochen vor Reiseantritt konnten wir bereits die Sitzplatzreservierung vornehmen, auch wenn zumindest auf dem Hinflug die besten Plätze schon vergriffen waren.

Ich bin noch nicht so oft Langstrecke geflogen, deshalb weiß ich nicht, ob das bei anderen Airlines auch so super gehandhabt wird. Mich hat es jedenfalls beeindruckt, dass alles so reibungslos funktionierte.

Als kleine Prüfung für American Airlines haben wir noch einen zusätzlichen Fallstrick eingebaut. Da wir uns versuchen, relativ gesund zu ernähren, fragte ich via Twitter bei der Fluggesellschaft an, ob wir anstatt der Standard-Kost auch eine vegetarische Mahlzeit bekommen könnten. Nach Mitteilung einer Vorgangsnummer ging die Sache klar. Aber ob unsere Sonderbestellung auch wirklich bei allen zuständigen Stellen angekommen ist, erfuhren wir freilich erst auf dem Flug in die USA.

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Vegetarisches Essen auf American Airlines Langstreckenflügen?

Laut der Webseite ist vegetarisches/veganes Essen in allen Klassen auf Flügen nach/von Europa, Asien, Neuseeland, Australien und einigen mehr verfügbar. Für US-Flüge sind hingegen lediglich First- und Business Class vermerkt. Umso überraschter waren wir, dass uns der Sonderwunsch tatsächlich keine Mehrkosten bereitete, auch wenn die Schaltermitarbeiterin beim Checkin ein paar Fragezeichen über dem Kopf hatte, als sie den Vermerk im Rechner entdeckte.

Unser Hinflug führte uns als Zwischenstation erstmal von München aus nach Philadelphia, wo wir knapp kalkulierte zwei Stunden hatten, um unser Gepäck vom Band zu holen, die Einreisebefragung durch die Grenzbeamten hinter uns zu bringen und für den Weiterflug nach Miami neu einzuchecken.

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Am Ende wars kein Problem und auf den knapp neun Stunden Flug davor wurden wir ja auch bestens verpflegt. Für mich persönlich war es das beste Bordessen, was ich je hatte. Aufgrund unserer Veggie-Bestellung erhielten wir noch vor allen anderen unseren Snack. Dabei handelte es sich um sehr leckere Nudeln im Asia-Style. Als Beilage gab es einen kleinen Salat mit Dressing, ein Schälchen mit Obst, eine kleine Flasche Wasser sowie Vollkornbrot mit Butter und einem pflanzlichen Aufstrich.

Während der zweiten Hälfte des Fluges bekamen wir einen ultra leckeren Wrap, den American Airlines von Monty’s Bakehouse in Großbritannien bezieht. Ein Eis aus natürlichen Zutaten war ebenfalls drin. Besser gehts nicht.

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Zwischendurch gingen die sehr aufmerksamen Flugbegleiterinnen immer wieder mit den Getränkewagen herum, damit auch niemand verdurstet. Man soll auf Flügen ja besonders viel trinken, weil die Luft trockener ist. Mit ein wenig Druck meiner Freundin habe ich diese Vorgabe auch gut eingehalten.

Ähnlich verlief der Rückflug, der über London zurück nach München ging. Gut, Reis mit Curry war jetzt nicht so mein Fall, aber hat mich auch nicht gestört. Mit Getränken wurde leider etwas gespart. Aber hey, alles war besser als der Abschlussflug mit British Airways. Getränke und Snacks gab es nur gegen Bezahlung. Bei zwei Stunden Flug noch zu verschmerzen, aber so eine kundenunfreundliche Airline ist mit noch nie untergekommen. Mit einem Becher Wasser hätte sich niemand ein Bein ausgerissen. Na ja, seis drum. Hier geht es um American Airlines und damit war ich rundum zufrieden.

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Die Beinfreiheit in American Airlines Flugzeugen

2015 waren wir mit Condor nach Las Vegas geflogen. Eingequetscht überstand ich 1,90 Meter großer Kerl die gut elf Stunden oder mehr zwar, es war allerdings kein Zuckerschlecken. Erst recht nicht, wenn der Vordermann sich auch noch erdreistet, die Rückenlehne nach hinten zu klappen. Kniescheiben adé.

Glücklicherweise gehört American Airlines zu den Fluggesellschaften, die zumindest auf Langstreckenflügen am meisten Beinfreiheit zu bieten haben – nämlich bis zu 96,5 Zentimeter. Auf Travelbook gibt es eine Auflistung über die platzmäßig kundenfreundlichsten Airlines.

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Tatsächlich habe ich ziemlich entspannte Flüge hinter mir. Wenn nicht gerade die vor mir sitzende Person an der Rückenlehne schraubte, gab es in Sachen Beinfreiheit und Blick auf den Monitor nichts zu beanstanden. Wenn ich nicht das Fach vor mir so vollgestopft hätte, wäre es sogar noch bequemer gewesen.

Gereist sind wir unter anderem mit einem Airbus A330-200.

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Business Class

Die Bordunterhaltung bei American Airlines

Auch das war neu für mich. Das komplette Unterhaltungsprogramm bietet American Airlines kostenlos an. Dazu zählen auch viele sehr aktuelle Kinofilme wie „Downsizing“ mit Matt Damon, der letzte „Star Wars“-Film oder der Superheldenfilm „Black Panther“.

In Zeiten, in denen von einem geistig verwirrten Airlinebetreiber sogar schon darüber nachgedacht wurde, sich die Toilettenbenutzung an Bord bezahlen zu lassen, ist solch ein Kundenservice nicht hoch genug zu bewerten.

Was genau auf deinem Flug läuft, kannst du auf dieser Seite in Erfahrung bringen. Das Grundprogramm bleibt, aber monatlich wechseln sich die Neuerscheinungen ab.

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Obendrein kann man sich Musik verschiedenster Genres und Folgen aktueller TV-Serien wie „The Big Bang Theory“ reinziehen.

Auf dem Hinweg hatten wir eine ältere Maschine, dementsprechend schleppend ging die Navigation durch die Menüs vonstatten. Rückzu war die Maschine aktueller und hatte sogar an jedem Sitz eine Fernbedienung zu bieten. Das war richtig cool.

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Die Toiletten- und Waschräume an Bord

Üblicherweise versuche ich es zu vermeiden, auf Flugreisen die Bordtoilette aufzusuchen. Bei neun Stunden Flug geht das natürlich nicht.

Daher war ich gespannt, was mich erwarten würde. Nichts gegen meine Geschlechtsgenossen, aber Herrenklos sind in den allermeisten Fällen stinkig und vollgepinkelt, weil viele offenbar keine Erziehung genossen haben.

→ Siehe dazu mein Beitrag zum „schönsten“ Klo auf Mallorca.

Umso mehr fiel mir ein Stein vom Herzen, dass die Bord-Waschräume bei American Airlines auf allen drei Flügen sauber waren. Hing vielleicht damit zusammen, dass auch Damen an Bord waren. Wer weiß.

Das Fazit meiner Urlaubsreise mit American Airlines

Alles in allem hat es mich nahezu aus den Socken gehauen, was die Amerikaner selbst in der Economy-Class an Service auffahren. Davon können sich deutsche Airlines wie Condor oder Germanwings eine dicke Scheibe abschneiden.

  • Ein perfekter Buchungs- bzw. Planungsprozess
  • Überaus freundliche Flugbegleiter, die zu keinem Zeitpunkt gestresst oder unfreundlich waren
  • Richtig gutes Essen, wenn man nicht gerade ganz fancy Sachen gewöhnt ist
  • Ein tolles Unterhaltungsprogramm an Bord (zumindest auf Langstreckenflügen)
  • Alles sauber (bis auf die übliche Verwüstung im Umkreis der Sitzplätze danach)

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