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Barcelona – Nirgendwo kann man sich besser verlaufen

Die "richtige" Rambla ist die zentrale Einkaufsstraße der Stadt
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Die Stadtkarte – das wichtigste Instrument, um in Barcelona zu überleben

Wenn ihr einen Städtetrip nach Barcelona plant, dann kann ich euch nur eindringlich zu guter Planung raten. Denn wenn ihr es nicht tut, passieren euch solche Sachen wie meiner Freundin und mir. Bei unserem ersten Besuch präsentierte sich die spanische Metropole als reinster Irrgarten. So viel vorweg: Rambla ist nicht gleich Rambla.

Wir schreiben das Jahr 2012. Kurzentschlossen entschieden wir uns Ende Juni für eine mehrtägige Reise in die Hauptstadt Kataloniens. Alles war vermeintlich gut durchgeplant, jede Sehenswürdigkeit notiert, alles auf der Karte markiert. Doch schon nach der Ankunft folgte die Ernüchterung.

Die Suche nach unserem Hotel gestaltete sich als kleiner Abenteuertrip. Pünktlich kamen wir nach einer Bus- und Bahnfahrt in der Calle Buenos Aires im Herzen der Stadt an. Doch was war das? Weit und breit gab es keine Spur von irgendeinem Hotel. Mit Rollkoffer im Anschlag und tonnenschweren Rucksäcken (3,5 Kilo Laptop drin) irrten wir durch die Häuserschluchten mit Bürogebäuden und Wohnhäusern. Dem Nervenzusammenbruch nahe riefen wir daheim in Deutschland an, damit uns von dort aus jemand ergoogeln kann, ob dieses mysteriöse Hotel überhaupt noch existiert oder ob wir übers Ohr gehauen worden sind.

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Nach der Landung startete unsere Odyssee

Dank der Recherchearbeit meines Schwiegervaters in spé, der sich sogar die Mühe machte, in dem Hotel anzurufen, wurde uns klar, warum wir irgendwo im Nirgendwo gelandet waren. Es gibt zwei Straßen mit dem Namen in Barcelona!

Also setzten wir uns ins nächste Taxi und ließen uns zur „echten“ Carrer Buenos Aires kutschieren, die ein ganzen Stück entfernt im Vorort L’Hospitalet de Llobregat lag. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass die Straßennamen uns Kopfzerbrechen bereiteten.

Jeder halbwegs gebildete Reisende kennt die Rambla. Die weltberühmte Einkaufs- und Bummelmeile in Barcelona, auf der sich Geschäft an Geschäft reiht, Marktstand an Marktstand. Man muss nur die richtige „La Rambla“ finden. Wir waren wie immer vom Pech verfolgt, deshalb landeten wir wo? Richtig. Auf einer Straße, die zwar den Namen „Rambla“ trug, doch auf der das einzig Aufregende ein paar schnatternde Pensionäre auf Parkbänken waren. Übersetzt bedeutet Rambla nämlich nichts anderes als „Allee“, deshalb war immerhin das nicht ganz falsch. Wo genau die andere Rambla sich befand, kann ich leider nicht mehr mit Sicherheit sagen.

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Die „richtige“ Rambla ist die zentrale Einkaufsstraße der Stadt

Die richtige ist eine riesige, breite Straße mit Mittelstreifen, auf der sich tagtäglich zehntausende Menschen durchschieben. Ganz bekannt ist die Markthalle „Mercat de la Boqueria“, in der es fantastische Sachen fürs Auge sowie den Gaumen gibt. Wer dort ist, sollte unbedingt die frischen Melonen-Smoothies probieren!!!

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Lecker Smoothies…allein dafür hat sich der Irrsinn gelohnt

Und da aller schlechten Dinge bekanntlich drei sind, sind wir noch ein drittes Mal auf die launische Diva Barcelona reingefallen. Eigentlich waren wir auf der Suche nach dem Eingang des Botanischen Gartens, der hoch oben über der Stadt in der Nähe des Olympiageländes gelegen ist.

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Der Außenzaun des Botanischen Gartens, den wir komplett umrundet haben

Verpeilt wie wir sind, wanderten wir einmal um das riesige Gelände drumherum, um dann nach gefühlt ein oder zwei Stunden zu merken, dass wir auch einfach unten durch die Pforte hätten marschieren können, die sich natürlich genau dort befand, wo wir nicht waren. Aber hey, so haben wir wenigstens das verwaiste Olympische Dorf gesehen. Die unfreiwillige Wanderung hatte sich trotzdem gelohnt, denn der „Jardí Botánic de Barcelona“ ist dermaßen schön, dass ich ihn mittlerweile zu meinen Lieblingsorten in der Stadt zähle. Auch deshalb, weil er nicht so überlaufen ist. Für Naturliebhaber ein Muss!

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Der Besuch hat sich trotzdem gelohnt!

Abschließend kann ich euch nur ans Herz legen, euch richtig zu informieren, bevor ihr eure Reise antretet. Richtige Planung ist das A und O (nicht nur für Barcelona), um nicht sinnlos Zeit mit Herumirren zu verplempern. Hier habe ich euch die genauen Adressen der im Beitrag genannten Ziele herausgesucht.

Hotel Eurostars-Lex – eine absolute Empfehlung, wenn auch weitab vom Schuss.
Calle Buenos Aires 49-51
L’Hospitalet de Llobregat,
08902 Barcelona

La Rambla (oder Les Rambles) – die Metro-Station „Liceu“ liegt direkt darunter.
08002 Barcelona

Markthalle Mercat de la Boqueria
Les Rambles 91
08001 Barcelona
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 08:00 – 20:30 Uhr

Botanischer Garten
Carrer del Doctor Font i Quer 2
08038 Barcelona
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 10:00 – 19:00 Uhr

Geschrieben von https://martinmcfly.de/author/martin/

Blogger aus Leidenschaft. Baumliebhaber. Sonnenanbeter. Mallorca-Liebhaber.

2 Kommentare
Kommentar hinterlassen
  1. HI MArtin. Cooler Beitrag. Wir wollten eigentlich jetzt iM Okt 2016 nach Barcelona nur leider nicht ganz günstig. Außer man nimmt eine Flugverbindung Zwischenstopps. Aber das wollen wir nicht. Direktflüge zurzeit nicht unter 700 zu zweit zu finden. Und dazu dann nochmal mindestens 500€ Übernachtungskosten für 3 Nächte.

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