Wiesenhof Bratwurst-Werbung mit Atze Schröder provoziert Shitstorm

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Welche Macht das Internet hat, bekommt gerade die Firma Wiesenhof zu spüren. Für einen mit Comedian Atze Schröder produzierten Werbespot fliegt Deutschlands Geflügelfleisch-Marktführer ein krasser Shitstorm um die Ohren.

Darin macht Atze mit Bratwurst in der Hand anzügliche Witze, inklusive einer Anspielung auf eine deutsche Z-Promifrau, die angeblich über eine Vergewaltigung gelogen hatte. Egal ob Lüge oder nicht, die Netz-User regen sich darüber auf, dass der Spot Vergewaltigungsopfer verhöhnen würde.

„Und…seid ihr bereit für die größte Wurst des Sommers?“, fragt Atze in dem 45 Sekunden Clip. „Guckt euch das mal an. Diese Form, dieser Schwung, diese Länge! Und? Kriegste die ganz ins Bild oder soll ich Google Earth einschalten?“ Dann holt er das Maßband raus und misst sein gekrümmtes Würstchen. „Wisst ihr, was ich jetzt anlege? Dieses Zentimetermaß, damit ihr mal seht, wie groß meine Wurst wirklich ist.“

Unter den Twitter-Nutzern wird von „Verharmlosung sexueller Gewalt“ gesprochen, von „Ekel“ und darüber, dass man den Spot beim Beschwerderat melden kann. Einer schrieb, „Naja, wie man mit Tieren umgeht, so geht man im Zweifel auch mit Menschen um #Wiesenhof“.

Um über so einen Blödsinn zu lachen, muss man wohl einen sehr speziellen Humor haben. Ich kann es nicht, finde aber auch nicht, dass man deswegen so ein riesen Fass aufmachen muss. Zumal es ja anscheinend gar kein wirkliches „Opfer“ gibt, über das Witze gerissen werden könnten. Fenster auf, weg damit. Wiesenhof hat bereits reagiert und das komische Video auf privat gestellt hat. Andere Atze-Videos wie „Richtig scharf!“, „Lang, Lang“ und „Fremdgehen“ sind hingegen weiter am Netz.

Update: Atze Schröder hat sich auf Facebook zu Wort gemeldet und sich für den Spot entschuldigt. Dieser sei bereits vor einem Jahr aufgenommen worden, ohne direkten Bezug zum jetzigen Fall der angeblich vergewaltigten Z-Prominenten. Der Spot „hätte niemals veröffentlicht werden dürfen. Schon gar nicht jetzt, wo er einen Bezug herstellt, der ekelhaft ist und so nie gedacht war“. Außerdem will er 20.000 Euro an die Organisation „Roterkeil.net“ spenden, die sich gegen Kinderprostitution stark macht.

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1 Kommentar

  1. AJ sagt

    Habt ihr bis zu tun. Dann sucht euch einen Job. Unglaublich wie viele deppen hier rumlaufen.

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