„Pokemon Go“ macht nun auch Deutschland ganz kirre

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Bist du auch schon diesen verpeilten Gestalten begegnet, die mit wirrem Blick durch die Stadt laufen und immer das Handy im Anschlag haben? Das hat einen Grund. „Pokemon Go“ ist nun auch in Deutschland angekommen. Die ganze Republik steht Kopf.

Die Idee dahinter ist ganz cool. Per GPS trackt die iOS oder Android App deinen Standort, um dir auf einer virtuellen Karte Pokemon in deiner Umgebung anzuzeigen, die du einfangen, trainieren und gegen andere Pokemon kämpfen lassen kannst. Das US-Softwareunternehmen Niantic Labs hat wohl eher nicht im Sinn gehabt, dass die Jugend sich mehr bewegt, doch ein cooler Nebeneffekt ist es trotzdem.

Ich hab „Pokemon Go“ selbst getestet. Ja, es macht auf eine gewisse Art süchtig. Und ja, mir macht es mehr Spaß als Geocaching. Beim Cachen (per GPS versteckte „Schätze“ finden) kommt man nicht immer zum Erfolg, so einen Pokemon fängt man schon eher mal ein. Allerdings ist das eine eine halb-virtuelle Schnitzeljagd, das andere ein richtiges Spiel, also nur bedingt miteinander zu vergleichen.

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Pokemon gefunden und gestreichelt!

So erfolgreich ist Pokemon Go

Mit Pokemon Go landet Niantic Labs einen riesigen Erfolg, der bereits Millionen in die Kassen spülte. Der Betatest startete am 04. März 2016. Dieser war zunächst nur auf Japan beschränkt, aber wurde später auf Australien, Neuseeland und Ende Mai die USA ausgeweitet. Dort steht schon jetzt fest, dass es das erfolgreichste Handyspiel der US-Geschichte ist.

Pokemon Go hat in den Staaten sogar mehr aktive Nutzer als Candy Crush, nämlich weit über 20 Millionen. Inherhalb weniger Tage wurden die täglichen Nutzerzahlen von Twitter und Tinder eingeholt. Pokemon ist schon auf 5 Prozent aller Android Smartphones installiert, die Dating-App Tinder nur auf 2%. Das ist insofern der pure Wahnsinn, dass es die genannten Dienste schon Jahre am Markt gibt. Pokemon Go erst einige Wochen. Mark Zuckerberg könnte sich ins Fäustchen lachen, wäre sein Facebook nicht selbst betroffen. 33 Minuten gucken Amis durchschnittlich am Tag die Pokemon an, nur 22 Minuten verbringen ihre Zeit in dem Social Network.

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Sogar im Schlafzimmer treiben sich die Viehcher rum

Pokemon Go ist voll Porno!

Das ist keim plumper Spruch. Derzeit suchen im Netz mehr Leute nach den kleinen knuffigen Fantasiewesen mit den Namen Taubsi, Pikachu oder Pummeluff als nach Pornos. Youporn gratulierte auf Twitter: „Gratulation @NintendoAmerica! Ihr habt das Internet kaputt gemacht. Pokemon Go ist offiziell beliebter als Pornos!“

Die irrsten Vorfälle mit Pokemon Go

  • In Wyoming entdeckte eine 19-jährige junge Frau beim Pokemon-fangen eine Leiche im Fluss. „Ich wäre ohne das Spiel wahrscheinlich niemals hierhergekommen“, sagte sie CNN.
  • In Missouri nutzte eine bewaffnete Diebesbande Pokemon Go, um ihre Opfer an abgeschiedene Orte zu locken und auszurauben. Fast ein Dutzend Leute wurden mit gezogener Waffe beklaut.
  • Pokemon tauchten im Holocaust Museum in Washington und im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz auf. Beide Stätten forderten dazu auf, das Spielen an den Gedenkorten zu unterlassen.
  • Ein US-Soldat entdeckte einen Pokemon auf seinem Maschinengewehr, als er sich an der Front im Irak im Kampf gegen ISIS aufhielt. Aufgrund der medialen Aufmerksamkeit stellte er inzwischen sein Facebook-Profil auf privat.
  • Jonathan Theriot aus Texas fing ein Pokemon, als seine Frau gerade in den Wehen lag. Das Tierchen saß auf ihrem Bett.
  • In Bochum stoppte ein Fahrradpolizist einen Autofahrer, der während der Fahrt auf Pokemon-Jagd ging. Absolut dumm und lebensgefährlich!

Denkt immer daran…die eigene Gesundheit ist wichtiger als so ein dummes Pokemon.

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