Sexy! Die Olympus Pen E-PL7 ist mein neues „Baby“ (mit Test-Bildern)

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Ich bin ein Technik-Victim, okay? Also verurteilt mich bitte nicht, dass ich mir „schon wieder“ eine neue Kamera gekauft habe. Ein halbes Jahr nach der letzten. Hust. Zu meiner Verteidigung…die Sony A58 war eine Krankheit. Besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen versagte sie trotz lichtstarker Festbrennweite auf ganzer Linie. Also entschied ich mich kurz nach dem Wien-Urlaub im Dezember dazu, das Ding schnellstmöglich wieder abzustoßen. Nachdem ich mir gefühlt dreitausend Testberichte verschiedenster Modelle durchgelesen hatte, fiel meine Wahl auf die Firma Olympus. Ich hatte noch nie irgendwas von denen, doch die Erfahrungsberichte über die Olympus Pen E-Pl7 ließen in mir kaum einen Zweifel aufkommen, dass sie mein neues Baby werden würde. Die Bilder des kleinen Schmuckstückes taten ihr Übriges.

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Also bestellte ich mir im Dezember die Kamera, die aufgrund von Produktionsengpässen in Asien allerdings erst Ende Januar geliefert wurde. Extrem nervig, aber das Warten hat sich gelohnt!

Das 14-42 mm Pancake-Objektiv habe ich getestet, aber umgehend für schlecht befunden. Zumindest für meine Zwecke – u.a. das Fotografieren spielender Katzen unter nicht immer optimalen Lichtverhältnissen – war es völlig ungeeignet. Da ich das vorher schon geahnt hatte, bestellte ich mir direkt die günstigste Panasonic Festbrennweite mit. 25 mm, Lichtstärke F1.7 (Panasonic H-H025E), geil. Und was soll ich sagen? Jetzt entfaltet die edle MFT-Kamera, die in ein todschickes Metallgehäuse eingelassen ist, ihre ganze Kraft.

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Kamera an, Sportmodus reingehauen und schon kriegt man auch ein paar brauchbare Bilder seiner Katzen hin. Bei Sonnenschein kann nahezu jede Kamera heutzutage ganz gute Aufnahmen liefern, aber was so ein Hightech-Gerät wirklich auf dem Kasten hat, zeigt sich erst, wenn die Nacht hereinbricht.

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In der letzten Woche machte ich einen Zwischenstopp in der Innenstadt von Dresden, wo mir aus der freien Hand einige tolle Schnappschüsse gelungen sind. „Zufällig“ war vor der Semperoper gerade ein Mahnmal aus Kerzen und Bildern errichtet worden, um auf das Leid der Flüchtlinge aufmerksam zu machen, die über das Mittelmeer kommen. Das passte ganz gut, um die Kamera etwas auszutesten. Dank der Festbrennweite oder Prime Lens und des 3-Achsen-Bildstabilisators der Pen E-PL7 war auch kaum Ausschuss dabei.

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Neben dem 16 Megapixel True Pic VII Sensor, der trotz seiner geringeren Größe im Vergleich zu APS-C Sensoren bis in hohe ISO-Zahlen ein angenehmes Rauschverhalten aufzeigt, ist die schnucklige PEN mit einem 3 Zoll großen Display ausgestattet, das sich für Selfies nach unten klappen lässt. Bei der Benutzung ist mir aufgefallen, dass es recht schwergängig aufzuklappen ist, da ich das nur selten mache (außer ich krieche für ein Motiv auf dem Boden rum), spielt das für mich eine untergeordnete Rolle.

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In die Software musste ich mich logischerweise erst reinfuchsen. Nach der Freischaltung des „Super Menüs“ (dazu in einem anderen Beitrag mehr) habe ich Zugriff auf sämtliche Funktionen, die man im Fotografiealltag so braucht. ISO, manueller oder automatischer Fokus, Farbkorrektur, Bildformat, Weißabgleich, etc.

Die Testbilder, die ihr hier seht, kommen weitestgehend genau so aus der Kamera. Ich habe sie lediglich etwas verkleinert und leicht komprimiert (Qualität 90% mit Photoshop), damit hier die Ladezeit im Rahmen bleibt. Alle Originale könnt ihr euch in dieser ZIP-Datei herunterladen.

Mein Fazit nach den ersten Wochen:

Ich bin verliebt! Noch nie hatte ich eine Kamera, die sich dermaßen hochwertig in der Hand anfühlte wie die Olympus Pen E-Pl7. Noch nie hatte ich so viel Spaß beim Fotografieren wie mit dieser kleinen Japanerin. Vielleicht kam die Samsung NX3000 diesem Feeling am nächsten, aber das war ein Plastikbomber und das Display war in der Sonne nicht mehr zu gebrauchen.

Tipp: Entscheidet euch nicht für den Nachfolger! Die Pen E-PL8 ist technisch nahezu identisch mit der PL7. Nur die Hülle wurde marginal verändert, für meinen Geschmack eher zum Schlechteren. 100 Euro mehr dafür bezahlen zu sollen, ist schon eine Frechheit.

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