Krank in Las Vegas: Ein Leidensbericht

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Im Dezember 2015 ging es nach Las Vegas und bereits Wochen Monate im Vorfeld war ich damit beschäftigt, alle möglichen Orte zusammenzusuchen, die ich mir anschauen wollte. Am Ende kamen auf Pinterest und TripAdvisor ordentliche Listen zusammen, von denen ich wusste, dass wir sie nicht alle abarbeiten könnten.

Am 6. Dezember (meinem Geburtstag!) ging es früh in Frankfurt los. Der Flug dauerte 12 Stunden und war trotz Flugangst gar nicht so schlimm, wie zuerst befürchtet. Am Flughafen suchten wir uns einen Transportservice, der uns zu unserem Hotel brachte, und bereits auf dem Weg durch die hell erleuchtete Stadt fiel mir auf, dass mein Magen nicht ganz mitspielte.

Aber egal. Eine Nacht schlafen (wir kamen am frühen Abend an) und es wird wieder alles gut sein.

Denkste!

Am nächsten Morgen kamen zu der Übelkeit auch noch fiese Ohren- und Kopfschmerzen! Also schnell die Magentropfen eingenommen und eine Schmerztablette eingeworfen, bevor wir uns gegen 8:00 Uhr auf den Weg zum Las Vegas Strip machten.

Das Frühstück bei McDonalds fiel recht spärlich aus und am Ende schaffte ich nur einen Pancake – und wer mich kennt weiß, dass ich WIRKLICH krank sein muss, wenn nicht mal Platz für Pancakes ist.

Las-Vegas-Essen
Selbst der Salat war für mich zu viel – erst recht die Pancakes!

Nachdem wir durch die Hotels liefen, verzichtete ich völlig erschöpft lieber auf ein großes Essen und klaute mir ein wenig Fried Rice von Martin, der sich ein verdammt lecker aussehendes Gericht beim Panda Express gönnte.

Und so sahen eigentlich alle unsere Tage aus. Tropfen für den Magen und Schmerztabletten bestimmten meinen Speiseplan, da mir wirklich die ganze Zeit über schlecht war und ich einfach nichts herunterbekommen habe. Ab und zu habe ich einen Bissen von Martin stibitzt, was mir auch mehr als ausreichte, da ich absolut keinen Hunger hatte. Im Hotelzimmer gab es für mich dann immer noch ein paar Salzstangen, die wir zum Glück im Gepäck hatten, damit mein Magen wenigstens etwas bekommt.

Was das anbelangt, war es echt kein schöner Urlaub. Ich fühlte mich wirklich die ganze Zeit über schlecht, weswegen wir es auch erst am letzten Abend schafften, uns den Strip bei Nacht anzuschauen. Abends war ich einfach immer total fertig von den langen Tagen, die dank Übelkeit und Ohrenschmerzen teilweise echt unangenehm waren.

Las-Vegas-Henderson
Mit der Hilfe der Reiseapotheke ließen sich zumindest die Tage aushalten

Am letzten Tag, als es nach unserem nächtlichen Trip an Strip endlich ins Hotel ging, war mir so schlecht, dass ich es gerade noch über die Ampel schaffte, bevor ich am Straßenrand meine DNA hinterlassen habe, wenn ihr wisst, was ich meine.

Am Ende schafften wir es gerade mal in drei der vielen Restaurants und Imbisse, die ich mir unbedingt anschauen wollte, da es sie teilweise nur in den USA gibt. Darüber war ich echt traurig, da ich mich so sehr auf Pancakes bei Denny’s, Kuchen in der Cheesecake Factory, Hamburger und Pommes bei Shake Shack, Chinesisch beim Panda Express, Tacos bei Chipotle und jede Menge andere Leckereien gefreut habe.

Aber vielleicht haben wir irgendwann noch einmal die Möglichkeit, in die USA zu reisen? Man soll bekanntlich niemals nie sagen! Ich hoffe es jedenfalls, da es doch noch so viel gibt, das ich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sehen – und essen! – will.

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