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Katzen als Reiseblogger: Diese Samtpfoten entdecken die Welt

Millie ist eine der bekanntesten Reisekatzen | Foto: @pechanga/Instagram

Ich glaube, wir sind uns einig, dass Katzen die mit Abstand coolsten Tiere sind. Klar, dass die Samtpfoten auch einen eigenen Feiertag spendiert bekommen haben. Heute ist der Internationale Katzentag 2016, den einige Artgenossen auf ganz besondere Weise begehen. Sie hocken nicht etwa den ganzen Tag am Fenster und gucken sehnsüchtig nach draußen oder verschlafen die meiste Zeit. Nein, sie gehen mit ihren Herrchen oder Frauchen auf Reisen. Klingt ungewöhnlich, gibts aber wirklich.

Instagram ist voll mit Katzen, aber nur wenige von ihnen lassen wirklich coole Sachen mit sich anstellen. Dazu gehört auch, die Welt zu erkunden. Üblicherweise sind Katzen Gewohnheitstiere und haben ein festes Revier, in dem sie sich bewegen. Doch diese Regel setzen einige der tierischen Reiseblogger einfach außer Kraft.

Millie, der Kletterprofi (@pechanga)

Nehmen wir die kleine Millie, die mit ihrem Herrchen auf 44.400 Follower bei Instagram kommt. Die junge Dame wurde von der Abenteuerlust gepackt. Sie klettert, sie fährt Seilbahn, sie überblickt von den höchsten Gipfeln ihr Revier.

Millies Ziehpapa beschreibt, wie er die Mieze an ein Leben auf der Straße gewöhnt hat. „Ich nahm Millie überall mit hin, in der Hoffnung, dass sie sich für spätere Trips in ihrem Leben an den Truck gewöhnen wird. Sie liebt es immer noch nicht wirklich, aber es ist besser geworden. (…) Vielleicht wäre es ihr leichter gefallen, wenn es von Anfang an zwei Katzen gewesen wären. Trotzdem waren es lustige Trips.“

Dabei stellt sich heraus, dass man auch Katzen an die Leine legen kann, man muss sie eben nur früh genug daran gewöhnen. Mit meinen beiden Satansbraten könnte ich das gar nicht tun, weil die entweder schon bein Anlegen der Leine Todesangst kriegen oder sich vor dem Haus im nächsten, stachligen Gebüsch verstecken wollen. Puhh, dann lieber doch nur die Abenteuer der fremden Vierbeiner auf Instagram bestaunen!

Bolt & Keel, die reiselustigen Brüder  (@boltandkeel)

Wie die der knuffigen Brüder Bolt und Keel, die mit Frauchen die Welt erobern. Ob beim Camping am See, beim Winterspaziergang in den Bergen oder einfach eingemummelt in der Jacke von Mama, die beiden Gauner sind für jede Schandtat zu haben. Kein Wunder, dass mehr als 51.000 Leute ihnen folgen. Leider sind sie nur bedingt hilfreich, wenn Frauchen die Karte nicht lesen kann.

Burma, der Gipfelstürmer (@burmaadventurecat)

Wie ein Puma schleicht Burma durchs Gras. Ein majestätischer Anblick, für den sich 45.000 Instagram-Nutzer begeistern. Burma fing schon als kleiner Babykater an, die Schönheiten der Erde zu entdecken. Immer dabei die Kamera, mit der seine Abenteuer für die Internetgemeinde dokumentiert werden. Der höchste Berg, den er bislang bezwingen konnte, war der Mount Shasta im Norden Kaliforniens, der eigentlich ein Vulkan ist. Mit seinen 4322 Metern ist er einer der höchsten Berge in der Region. Schon am nächsten Tag wurde der Mount Misery bestiegen, der aber nur rund 750 Meter hoch ist.

„Burma und ich waren erschöpft von der Wanderung und wir fühlten uns wegen der Höhe nicht gut. Burma war erst 6 Monate alt und wurde die meiste Zeit oberhalb der Baumgrenze von mir getragen. So weit oben war er nie wieder. Es waren harte, aber lustige Zeiten.“

Gandalf, der Rassekater (@ganddygram)

Mit 27.600 Abonennten hat Gandalf deutlich weniger Gefolgschaft als seine haarigen Kollegen. Was schade ist, denn Gandalf ist ein echter Rassekater, der auf seinen Entdeckungstouren allerhand erlebt. Mal genießt er den Ausblick auf die Golden Gate Bridge, mal stapft er durch den Schnee, sodass er kaum noch auffällt. Und wenn er mal nicht auf Achse ist, liegt er daheim im Korbstuhl und träumt vom nächsten Trip ins Grüne.

Wer nicht genug von unternehmungslustigen Katzen bekommen kann, dem kann ich auch den Account @adventurecats ans Herz legen, wo die verschiedensten Miezen bei ihren Streifzügen durch die Natur gezeigt werden.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass die allermeisten Katzen für solche Sachen wahrscheinlich eher ungeeignet sind, wenn man sie nicht von Kindesbeinen an daran gewöhnt. Die ständig wechselnden Umgebungen sind Stress pur für die Tiere. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und den hier gezeigten Kitties scheint das Reisen nichts auszumachen. Seine Hauskatze einfach ansacken und mit an die Ostsee nehmen, wäre jedoch Tierquälerei.

Geschrieben von Martin

Blogger aus Leidenschaft. Baumliebhaber. Sonnenanbeter. Mallorca-Liebhaber.

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