Earth Day 2016: So sparst du Wasser & Strom

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Passend zum Earth Day 2016 hat mir Mutter Natur heute Morgen ihre Schokoladenseite präsentiert. Das hat mich zu der Frage geführt – was kann jeder einzelne dafür tun, um die Umwelt ein wenig zu entlasten?

Was ist der Earth Day überhaupt?

Der Earth Day oder auch Tag der Erde wird jedes Jahr am 22. April gefeiert. Nicht nur in Deutschland, sondern in über 193 Ländern. Von Menschen, die ein Herz für diese wunderschöne Erde haben, die leider von Menschenhand immer mehr zerstört wird. Er soll wachrütteln, er soll zum Umdenken anregen.

Die Urform des Earth Days wurde 1969 vom Friedensaktivisten John McConell bei der UNESCO-Konferenz im kalifornischen San Francisco vorgeschlagen, um einen bewussteren Umgang mit dem Planeten und dessen begrenzten Ressourcen zu erreichen. Einen Monat später war es der US-Senator Gaylord Nelson, der den 22. April zum Tag der Erde erklärte, der zum ersten Mal 1970 begangen wurde. Zunächst beteiligten sich in den USA etwa 20 Millionen Menschen. Anfang der 90er Jahre wurde die Bewegung in die ganze Welt exportiert.

Machen wir uns nichts vor, der Klimawandel ist real. Natürlich gab es schon immer natürliche Temperaturschwankungen und Naturkatastophen, jedoch nicht in dieser Häufung und nicht in derart kurzen Abständen. Deshalb war es ein erster wichtiger Schritt, dass die Weltklimakonferenz von Paris im vergangenen Jahr zu einem Ergebnis kam. Ein Abkommen der Industriestaaten, den globalen Temperaturanstieg um 2°C nicht übersteigen zu lassen. Dazu sind viele Anstrengungen nötig und vor allen Dingen der Wille, überhaupt etwas zu verändern.

Doch nicht nur die Politik muss handeln, auch wir haben die Pflicht, unseren Lebensraum zu beschützen. Es sind viele kleine Rädchen, an denen man drehen kann, doch in der Summe können diese große Sachen bewirken. Sofern möglichst viele Menschen mitmachen und sich nicht darauf verlassen, dass der Klimawandel nur eine Erfindung der Sonnencremeindustrie ist.

Also was können wir, was kannst Du tun, um zum Schutz der Natur beizutragen? Hier einige Tipps.

Wasser sparen leicht gemacht

Es klingt simpel, ist es auch. Wasser sparen kann jeder! Wie wäre es zum Beispiel, beim Händewaschen nicht die ganze Zeit das Wasser laufen zu lassen? Stöpsel ins Waschbecken und etwas Wasser einlassen genügt.

Duschen statt baden!
Sich 5 Minuten unter die Dusche zu stellen ist wesentlich besser für die Umwelt, als sich eine ganze Wanne mit dem kostbaren Nass vollzumachen. Das schont nicht nur die natürlichen Ressourcen, sondern spart auch noch Geld. Alternativ wird man auch nicht davon sterben, sich ab und zu mit dem Waschlappen am Waschbecken zu waschen.

Elbe-bei-Rathen

Sparstrahlregler (Perlatoren) verwenden!
Das sind die kleinen „Düsen“ des Wasserhahns, durch die das Wasser fließt. Normalerweise kommen ca. 13 Liter Wasser pro Minute aus dem Hahn, wenn man ihn voll aufdreht. Mit einem Spar-Perlator sind es nur noch 4,5 Liter. Der simple Grund: Es wird mehr Luft untergemischt. Ich habe das im Frühjahr für die Wasserhähne in Küche und Bad vorgenommen. Der Kostenpunkt liegt bei gerade einmal 5-10 Euro pro Stück. Zwar dauert jetzt das Vollmachen einer Gießkanne nun doppelt so lange, doch das nehme ich gerne in Kauf. Obendrein ist hier erneut der geldliche Sparfaktor nicht zu unterschätzen. Auch den Duschkopf könnte man gegen ein sparsameres Modell wechseln.

Orchideen-Wasser wiederverwenden!
Wenn wir unsere Orchideen in der Badewanne tränken, dann kippen wir danach das benutzte Wasser nicht weg, sondern füllen es in die Gießkannen. Einfach, aber effektiv.

Spülmaschine nicht auf höchster Stufe laufen lassen!
Muss es immer die höchste Waschstufe beim Geschirrspülen sein? Bei gering verschmutzem Geschirr genügt auch völlig der Eco-Modus oder gleich das Abwaschen per Hand.

Strom sparen? Super einfach!

Geräte nicht auf Standby laufen lassen!
Fernseher, Stereoanlage oder Computer möglichst nicht im Standby-Modus laufen lassen. Aufs Jahr gesehen kommt da sicher ganz schön was zusammen, auch wenn die moderne Elektronik heutzutage immer weniger verbraucht. Einfach eine Steckerleiste mit Schalter kaufen und bei Nichtbenutzung aufs Knöpfchen drücken.

Licht ausmachen!
Es soll Leute geben, die zu jeder Zeit ihre Wohnung oder ihr Haus hell erleuchtet haben müssen. Mal ehrlich, das ist reine Stromverschwendung. Also öfter mal den Lichtschalter drücken, wenn man aus dem Zimmer geht.

Außerdem kann ich nur jedem den Einsatz von Energiesparlampen ans Herz legen. Moderne LED Lampen mit 5 Watt können z.B. herkömmliche Glühbirnen mit 40-50 Watt ersetzen. 5-10 Euro pro Lampe muss man einplanen, die gut angelegt sind.

Stromfresser Computer
Wer oft und viel am Computer ist, für den könnte dieser Tipp ganz nützlich sein. Ein herkömmlicher PC verbraucht im Betrieb hunderte Watt. Jetzt läuft die Kiste eventuell auch noch 10 Stunden oder länger pro Tag. Jeder kann sich denken, dass die Stromrechnung unter dieser Belastung ächzt. Deshalb habe ich im Zuge meiner Optimierungsarbeit auch die stromfressenden Standard-Netzteile der Computer gegen effizientere Netzteile ausgetauscht.

Ein Office-PC braucht kein 750 Watt Netzteil. Mein neues – ein Seasonic SS-430GB Active für rund 50 Euro – hat jetzt gerade einmal 430 Watt, die natürlich nicht komplett genutzt werden. Der Verbrauch richtet sich danach, was man für Komponenten eingebaut hat (High Tech Grafikkarte, zweite Festplatte, etc.). Die alten Geräte habe ich direkt bei Ebay versteigert, sodass ein Teil der Investition sofort wieder zurück in mein Portemonnaie geflossen ist.

Wenn ihr noch dazu den Rechner runterfahrt, anstatt ihn pausenlos im Ruhezustand zu halten, ist weiteres Einsparpotenzial drin. Wer rein auf den finanziellen Faktor schielt, der könnte zudem in Erwägung ziehen, den Stromanbieter zu wechseln. Ideal wäre natürlich, seinen Strom aus erneuerbaren Energien (z.B. Windkraft) zu beziehen.

Selbstverständlich ist das nur die Spitze des Eisbergs. Man kann noch viel mehr machen, um die Umwelt und seinen Geldbeutel zu entlasten. Dazu gehört auch, keinen Müll in der Natur zu entsorgen, öfter auf Fleisch zu verzichten, wiederverwendbare Stoffbeutel zu verwenden und Elektrogeräte mit niedrigen Energieklassen zu kaufen (z.B. A+), falls man sowieso einen neuen Staubsauger oder Fernseher braucht. Ich hoffe, ich konnte euch zumindest einen kleinen Denkanstoß geben.

In diesem Sinne…liebe die Erde, wie auch du geliebt werden willst!

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