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Als Blogger Geld verdienen – Meine Erfahrungen

Kann man vom eigenen Blog leben? – Die Antwort auf die Mutter aller Fragen

Jep, auch im Urlaub darf die Arbeit nicht liegen bleiben, ein bisschen Faulenzen ist aber trotzdem erlaubt

Kaum eine Frage bekommt ein Berufsblogger wie ich häufiger gestellt als diese: Kann man vom Bloggen leben? Dieser Beitrag richtet sich an alle Zweifler und Neueinsteiger der Branche, die mit dem Gedanken spielen, mit einem eigenen Blog ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Seit 2008 bin ich im Geschäft und noch heute fragt mich meine Mutter bei jedem Treffen, wie es finanziell läuft und ob ich denn irgendwas bräuchte. Vielleicht denken sich meine Eltern auch manchmal, ‚Mensch, hätte der Junge doch nur einen anständigen Beruf gelernt‘.

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Dem entgegne ich, dass ich gar nichts anderes machen will. Das Schöne ist, dass ich selbstständig bin. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen, so wie ich das für richtig halte. Als Blogger mit eigenen Webseiten bin ich mein eigener Chef und muss niemandem in den Hintern kriechen, wenn ich Urlaub haben will.

Allerdings gibt es auch Nachteile, die ich nicht verschweigen will. Wenn man als Blogger sein Geld verdienen will, dann braucht man sehr viel Sitzfleisch, Ehrgeiz und natürlich auch Talent, gute Texte zu verfassen. Manch einem ist das in die Wiege gelegt, andere geben schnell auf, weil sie merken, dass das mit dem Erfolg über Nacht in dieser harten Branche so nicht funktioniert. Zumindest nicht mehr im Jahr 2017.

Als ich mit Bloggen anfing, war alles noch viel einfacher. Bei Google konnte man relativ leicht und schnell gute Rankings erzielen. Da gab es schon die ein oder anderen Tricks, die zur Anwendung kamen. Das geht heute nicht mehr.

Google ist über die Jahre wesentlich intelligenter geworden. Immer neue Filter machen einem das Leben schwer und spornen einen an, noch gewissenhafter zu arbeiten; sich noch mehr Zeit für einen guten Artikel zu nehmen. Außerdem ist die Konkurrenz exorbitant hoch geworden, sodass es extrem schwierig ist, in den Suchmaschinen auf Platz 1 zu ranken. Nicht unmöglich, aber nicht ohne Aufwand realisierbar.

Nichtsdestotrotz ist es noch immer möglich, mit dem Bloggen Geld zu verdienen und davon zu leben.

Alles fängt mit einem guten Konzept an. Früher hatte ich das alles nicht. Ich habe über Gott und die Welt gebloggt, bis ich schließlich beim Thema „Promi News“ gelandet war. Später eröffnete ich eine Mallorca-Seite und im letzten Jahr kam Martinmcfly dazu.

Wer heute mit seinem Blog Erfolg haben will braucht eine Idee. Worüber will ich schreiben? Was will ich meinen Lesern mitteilen? Kann ich etwas, das kein anderer kann? Eventuell gibt es eine Nische mit wenig Konkurrenz, in die du reinstoßen kannst.

Auf meiner Seite geht es zum Beispiel hauptsächlich ums Reisen, dann zweitrangig um Essen und meine Liebe zu flauschigen Katzen. Leider bin ich damit nicht wirklich allein auf weiter Flur, aber etwas anderes wäre für mich nicht in Frage gekommen. Aber wenn ihr irgendwas Einzigartiges auf dem Kasten habt oder ein besonderes Hobby habt, warum nicht andere daran teilhaben lassen? Es gibt die unmöglichsten Sachen im Netz, da ist für jeden genug Platz, um seine Zielgruppe zu finden.

Vor dem Ertrag steht die Aussaat

Sich von den Fesseln einer Festanstellung zu befreien, braucht Zeit. Wenn man nicht gerade eine Million rumliegen hat, würde ich nicht von heute auf morgen kündigen, um Vollzeit einen Blog zu betreiben. Das wäre blanker Selbstmord. Daher lautet mein erster Punkt:

  • Bleib realistisch! Begrabe deine llusion, dass du nächste Woche schon Einnahmen mit deiner Seite hast. Das werden nur die Wenigsten schaffen. Eine Verlinkung durch die Bild-Zeitung (hatte ich tatsächlich mal!) bekommt man leider auch nur in den seltensten Fällen.
  • Hast du dir über dein Thema Gedanken gemacht, überlege ganz genau, welchen Domain-Namen du wählst. Ein Keyword im Namen zu haben, mit dem du die Suchergebnisse erobern willst, ist nie verkehrt (Reise-Junkie.de, Auto-Blog.de, Alles-Ueber-Katzen.de, etc.). Grüble lieber 2, 3 Tage länger, denn steht die Domain einmal fest, dann ist das eine feste Sache.
  • Wähle ein einfach zu verwaltendes CMS-System, idealerweise WordPress. Dieses Fundament erleichtert die tägliche Arbeit.
  • Ein schönes Layout kann über Sieg oder Niederlage einer Seite entscheiden. Willst du Erfolg haben, dann musst du Geld in die Hand nehmen. Kein 08/15 Design aus dem Gratis-Fundus von WordPress.org, sondern ein Premium-Template, wie es sie auf Themeforest gibt. Kostet nicht die Welt und kann sich auf lange Sicht wirklich auszahlen.
  • Der nächste Punkt sollte klar sein – Content, Content, Content. Am besten solcher, der zeitlos ist und von vielen Leuten gern geteilt, verlinkt und kommentiert wird. Bleib dabei so wie du bist. Wenn du gerne sprichst, wie dir der Schnabel gewachsen ist, dann schreibe ruhig auch so.
  • Nur die Harten kommen in den Garten. Selbstständig mit einem Blog zu sein, ist kein Zuckerschlecken. Insbesondere in der Anfangszeit wirst du rund um die Uhr ranklotzen müssen. Das berühmte Wortspiel „selbst“ und „ständig“ wird nicht umsonst so oft strapaziert. Manche haben Glück und brauchen nach einigen Jahren noch noch 2-3 gute Artikel die Woche schreiben, andere sind selbst im Strandurlaub ständig am Ideen sammeln oder Mails checken.
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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Geld verdienen mit dem eigenen Blog – diese Arten gibt es

Ist deine Seite einmal mit gutem Content gefüllt, dann kannst du dir langsam Gedanken darüber machen, wie du dir damit in Zukunft ein Neben- oder gar Haupteinkommen sichern willst.

Möglichkeiten gibt es genug, man muss sie nur für sich zu nutzen wissen:

  • Klassische Bannerwerbung mit Google Adsense. Allerdings hat der Suchmaschinenriese strenge Qualitätsrichtlinien, die du dir unbedingt vorher durchlesen solltest. Bist du einmal draußen, gibt es kein Zurück mehr.
  • Bannerwerbung über Premium- oder Restplatzvermarkter. Dieser Weg lohnt sich meist nur, wenn man schon über eine entsprechende Reichweite verfügt. Bezahlt wird meist nach TKP (Tausender Kontakt Preis), also beispielsweise 1 Euro pro tausend Einblendungen.
  • Affiliate-Marketing. Für das Vermitteln von Kunden erhältst du eine Provision des Anbieters. Besonders beliebt ist es, Beiträge mit Amazon-Reflinks auszustatten. Andere Partnerprogramme finden sich unter anderem bei Awin (ehemals Zanox).
  • Eigenvermarktung. Du suchst dir selbst Werbepartner. Der Vorteil davon ist, dass du an keinen Vermarkter einen Share abgeben musst, der sich zwischen 10% und 50% bewegen kann. Kleine Blogs werden allerdings ihre liebe Mühe haben, zahlungswillige Partner zu finden, die z.B. für einen Fixpreis einen Banner schalten wollen.
  • Gesponserte Beiträge sind eine weitere Werbeform, die dir zur finanziellen Unabhängigkeit verhelfen kann. Du stellst in einem Artikel ein neues Produkt oder eine Dienstleistung vor und bekommst dafür meinetwegen 200 Euro. Doch hier ist Vorsicht geboten! Es tummeln sich viele schwarze Schafe unter den Anbietern, die sich nicht an die Google-Richtlinien halten wollen. Bezahlte, externe Links müssen mit „Nofollow“ gekennzeichnet werden, sonst fällst du schnell bei Google in Ungnade. Glaub mir, ich spreche aus Erfahrung, wenn ich dir sage, dass du das nicht erleben willst. Willst du auf Nummer sicher gehen, dann kennzeichne den Artikel zusätzlich als bezahlt. So sehr das schnelle Geld auch lockt, langfristig gesehen, kannst du mit dieser Strategie besser schlafen.

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Ein letzter Tipp zum Schluss. Selbstverständlich müssen alle Einnahmen korrekt versteuert werden. Sobald eine Gewinnerzielungsabsicht besteht, muss in der Regel ein Gewerbe angemeldet werden. Mehr Informationen dazu gibt es zum Nachlesen gibt es hier.


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Geschrieben von Martin

Blogger aus Leidenschaft. Baumliebhaber. Sonnenanbeter. Mallorca-Liebhaber.

2 Comments

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  1. Danke für Deinen authentisch wirkenden und offensichtlich ehrlichen Erfahrungsbericht. Ja, man kann vom Bloggen leben und mit seiner Internetseite Geld verdienen. wer glaubt, von heute auf morgen Millionär werden zu können, kommt einige Jahre zu spät. die Zeiten, in denen für 10×10 Pixel viel Geld bezahlt wurde, sind vorbei. Trotzdem gibt es immer noch viele gute Gelegenheiten, mit einem Blog leichter Geld zu verdienen, als mit Maloche an der Werkbank oder der Schlosserei. Ich wünsche dir Gottes maximalen Segen für die Zukunft und immer ein paar Aufträge, die Du getrost ablehnen kannst.

  2. Finde es immer wieder spannend solche Erfahrungsberichte zu lesen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dies einigen Bloggern immer wieder ein ganzes Stück weiter hilft.

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