Airbnb-Vermieter in Dresden müssen wohl bald Übernachtungssteuer abführen

Nicht mehr lang, dann ist die Schonfrist vorbei

Seine Wohnung oder einen Teil davon an Feriengäste zu vermieten, ist heutzutage kinderleicht. Airbnb machts möglich, dass praktisch jeder zum Vermieter werden kann. Mehr als 300 Angebote gibt es allein in Dresden, wie eine Suche auf der Webseite des Anbieters ergab. Doch der Spaß wird wohl bald etwas teurer, zumindest für die zahlenden Gäste.

Schon seit 2015 erhebt die sächsische Landeshauptstadt eine Übernachtungs- bzw. Beherbungssteuer, die von den Hotels, Pensionen und anderen Unterkünften abzuführen ist. Diese sind gesetzlich dazu verpflichtet, das Geld von ihren Gästen einzuziehen, das dann ins Stadtsäckel fließt.

Nicht mehr lange, dann soll das auch für Vermieter von „Airbnb“-Unterkünften gelten, wie die ‚DNN‘ berichtet. Die Verhandlungen mit dem amerikanischen, milliardenschweren Mutterkonzern sollen bereits laufen.

Airbnb-Logo
Airbnb

Die Höhe der Übernachtungssteuer in Dresden richtet sich nach den Kosten pro Kopf und Übernachtung. Bei Beträgen unter 30 Euro ist das zum Beispiel 1 Euro. bis 60 Euro sind dann 3 Euro fällig. Zwischen 60 und 90 Euro sind es bereits 5 Euro. Und wer etwas luxuriöser unterkommt und bis zu 120 Euro pro Nacht hinlegt, wird mit 7 Euro zur Kasse gebeten. Pro 30 Euro erhöht sich die Steuer um weitere 2 Euro.

Will ich also 4 Nächte „Chillen im Dresdner Hechtviertel“ kommen zu den insgesamt 240 Euro (+ Servicegebühr 29 Euro) noch 12 Euro (4*3) dazu.

Airbnb-Unterkunft-Chutes-Lavie-Neighborhood
Foto: Eine Airbnb-Unterkunft in Marseilles / Chutes-Lavie Neighborhood

Wer jetzt vor Wut schäumt, dem sei gesagt, dass Dresden hier keinesfalls die einzige Stadt ist, die den Urlaubern in die Urlaubskasse greift. Auch die Ami-Metropolen San Francisco und Portland sowie Paris, Amsterdam und insgesamt 220 Städte auf der ganzen Welt verlangen Gebühren, die automatisch bei der Buchung draufgerechnet werden. 

Die Verluste einer möglichen Steuersenkung, wie man sie in Betracht zieht, könnten laut ‚DNN‘ über den bevorstehenden Airbnb-Deal wieder reingeholt werden. Klingt nach einer fairen Sache, oder?

Airbnb wurde übrigens 2008 im kalifornischen Silicon Valley gegründet. Bis heute wurden über 150 Millionen Gäste registriert.

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