8 Ebay Tipps für erfolgreichere Verkäufe

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Ebay ist immer noch eine der besten Möglichkeiten, seinen alten Krempel gewinnbringend an den Mann zu bringen. Doch wie stellt man so einen Verkauf am besten an? Ich möchte euch einige Tipps geben, wie ihr auf einfache Weise die Erlöse steigern könnt oder euch zumindest Ärger vom Hals haltet.

Aussagekräftige Titel verwenden

Es sollte jedem klar sein, dass er als Produkttitel nicht „Klimperkiste“ schreiben sollte, wenn er eine Tastatur verkaufen will. Der potenzielle Käufer soll möglichst direkt in der Suche so viele Informationen wie möglich erhalten. Zusätzlich ist es ratsam, das genaue Modell und den Hersteller mit in den Titel zu nehmen. Also zum Beispiel: „Logitech Tastatur XYZ mit 3 Meter Kabel“. Ich füge gern noch Eyecatcher wie „absolut neu!“ oder „guter Zustand“ hinzu, sofern das der Wahrheit entspricht.

Ebay-Verkauf

Ausführliche Beschreibungstexte

Ich finde es super wichtig, das Produkt so ausführlich wie es nur geht zu beschreiben. Eine gute Beschreibung fängt schon bei der Anrede an. Ein freundliches „Hallo“ hat noch niemandem geschadet. Dann möglichst genau die Merkmale aufschreiben. Was kann der Fernseher? Welche Eigenschaften hat die Waschmaschine? Wie alt ist das Smartphone und wie oft war es im Einsatz? Ist es 100% funktionstüchtig? Wenn nein: Was geht denn nicht mehr? Das sind alles Fragen, die mich als Käufer zu einer Kaufentscheidung führen oder mich dazu animieren, lieber Abstand zu nehmen.

Bitte vermeidet unbedingt Falschaussagen oder das Verschweigen von Dingen. Ich habe es schon erlebt, dass ein Laptop mit einem 1A-Zustand angepriesen wurde und ich letztendlich überall Kratzer oder andere optische Mängel entdeckt habe. Sowas geht gar nicht; ich würde das sogar Betrug nennen.

Um Ärger mit dem Käufer zu vermeiden, einfach ehrlich sein. Wenn etwas nicht stimmt, ist man schnell selbst der Gelackmeierte. Negative Bewertungen machen keinen guten Eindruck im Profil. Auch nicht verkehrt ist, in einem knappen Satz zu erwähnen, warum man das Produkt verkauft.

Ein Beispiel, wie ein Beschreibungstext auf Ebay aussehen könnte:

„Hallo, liebe Ebayer!

Ich verkaufe hier mein geliebtes iPhone 5, weil ich mir den Nachfolger gekauft habe. Deshalb gebe ich es jetzt gern in treue Hände ab.

Es ist 2 Jahre alt und funktioniert noch wie am ersten Tag. Es hat lediglich einen feinen Kratzer auf dem Display, den man im Betrieb allerdings nicht merkt.

Die Ausstattungsmerkmale sind …, …, …, und … .

Im Lieferumfang enthalten sind das Handy, die OVP (Originalverpackung), das Ladekabel + Stecker, die Bedienungsanleitung sowie die Rechnung.

Viel Spaß beim Mitbieten!“

Ganz wichtig ist der Zusatz, dass es sich um einen Privatverkauf handelt und man deshalb weder Garantie geben kann noch Umtausch oder Rückgabe akzeptiert.

Ebay-Artikelvorlage

Artikelvorlagen nutzen

Oft sind Artikel schon in der Ebay-Datenbank vorhanden. Es lohnt sich, bei der Erstellung die Suche zu nutzen und ggf. die entsprechende Vorlage auszuwählen. Das hat den Vorteil, dass im Bestfall schon viele Merkmale hinterlegt sind, über die der Nutzer das entsprechende Angebot leichter findet.

Gute Bilder einstellen

Jede noch so tolle Überschrift oder jeder noch so perfekte Beschreibungstext nützt nichts, wenn die Bilder scheiße sind. Das Auge kauft bekanntlich mit! Also das Produkt bei Tageslicht knipsen, nicht bei Dämmerlicht im Schlafzimmer. Wenn ich sowas sehe, bekomme ich regelmäßig Krampfanfälle. Heutzutage hat fast jeder ein halbwegs qualifiziertes Kamerahandy für diesen Zweck zur Hand oder eine Kamera im Schrank, diesen Vorteil muss man doch ausspielen!

Alle relevanten Merkmale gilt es einzufangen, damit sich der interessierte Ebay-Nutzer über die Beschaffenheit einen Überblick verschaffen kann. Hat der Laptop eine fette Delle im Gehäuse, dann gehört das genauso aufs Bild wie ein besonders herausstechendes Merkmal (z.B. beleuchtete Tasten). Die Anzahl der Rückfragen kann dadurch schon im Vorfeld so gering wie möglich gehalten werden.

Ebay-Preis

Den optimalen Ebay-Preis finden

Einen realistischen Verkaufspreis zu finden, ist der schwierigste Punkt an der gesamten Mission. Wenn man zu gierig ist, bleibt man auf seiner Ware sitzen. Setzt man zu niedrig an, geht man das Risiko ein, sie unter Wert loszuwerden. Unglücklicherweise gibt es kein Patentrezept dafür.

Für Artikel, die man unbedingt loswerden will und der Verkaufspreis mehr oder weniger egal ist, sollte man das Startgebot auf 1 Euro setzen. Das lockt einfach mehr Käufer an, die sich dann bestenfalls gegenseitig hochschaukeln.

Bei hochwertigen Artikeln wie Handys oder Kameras würde ich persönlich Bauchschmerzen bekommen, 1 Euro anzusetzen. Es gibt natürlich viele Beispiele, wo die Ware trotzdem für einen guten Preis verkauft wurde, aber möchte man wirklich mit seinem edlen Stück pokern? Wenn man sich unsicher ist, sollte man Startpreis direkt höher ansetzen. Nicht übertrieben hoch, aber so, dass man damit leben kann, wenn es zu diesem Gebot über den virtuellen Tisch bei Ebay geht.

Wenn man geduldig ist, kann es auch genügen, die Sofort-Kaufen-Option zu nutzen. Man trägt einen Festpreis an und hofft, dass sich ein Käufer findet. Auch hierbei gilt: Gier ist dein schlimmster Feind. Kombiniert mit der Zusatzoption „Preisvorschlag“ wird man bisweilen schneller seine Sachen los, als man gucken kann.

Tipp: Beendete Auktionen vergleichbarer Artikel durchstöbern, um einen angemessenen Preis zu ermitteln. Dazu einfach neben dem Suchfeld auf „Erweiterte Suche“ klicken und das Häkchen bei „Beendete Angebote“ setzen. Bei komplett neuer Ware schaue ich mir oftmals den Preis bei Amazon an und gehe etwas drunter.

iPhone-5-Ebay

Faire Versandkosten

Wer ausreichend Interessenten anlocken will, der sollte es vermeiden, bei den Versandkosten zu übertreiben. Einige Leute schlagen gerne 5 Euro mehr drauf als nötig, um so ihren Gewinn zu steigern. Fairer ist es, nur die tatsächlich anfallenden Portokosten + Verpackung zu berechnen.

Ebay schlägt selbst „ungefähre Versandkosten“ vor, die oft auch zutreffend sind.

Wann ist die beste Zeit, auf Ebay einzustellen?

Die Wahl der perfekten Uhrzeit kann genauso über Erfolg und Misserfolg einer Auktion entscheiden. Als Faustregel gilt: Auktionen am besten abends starten, damit sie auch abends wieder auslaufen. Zwischen 19 und 20 Uhr halte ich für ideal, weil dann die meisten Leute online sind. Nach der Arbeit oder vor dem abendlichen Fernsehprogramm stöbern einige gerne noch nach Schnäppchen.

Ob es einen optimalen Wochentag gibt, da scheiden sich die Geister. Ich schwöre aufs Wochenende, also Samstag oder Sonntag. Auch Freitagabend hat sich bislang noch nicht als absoluter Fehlgriff herausgestellt.

Bei der Dauer würde ich 5, 7 oder 10 Tage anpeilen. 3 Tage nur, wenn man es wirklich eilig hat, weil man vor dem Urlaub noch Geld zusammenkratzen muss oder so. Bei Sofort-Kaufen-Angeboten kann man ruhig die vollen 30 Tage nutzen, so gibt man dem potenziellen Käufer genügend Zeit, noch ein oder zwei Nächte darüber zu schlafen, bevor er zuschlägt.

Ebay-Gebühren im Blick behalten

Ihr müsst euch im Klaren sein, dass Ebay kein gemeinnütziger Verein ist. Da wird knallhart mit eurem Geld gehandelt. Von jedem Verkauf zwackt sich das Online-Auktionshaus einen Prozentteil ab. Die wichtigsten Gebühren im Überblick (Stand: 28. April 2016):

  • 20 Angebote (auch Festpreis) pro Monat können ohne Angebotsgebühr eingestellt werden
  • Ab dem 21. Angebot fällt pro Auktion eine Angebotsgebühr von 0,50 Euro an
  • Sofort-Kaufen-Option – kostenlos
  • 12 Fotos können je Auktion kostenlos eingestellt werden
  • Die Verkaufsprovision beträgt 10% vom Verkaufspreis (maximal 199 €) – erst fällig, wenn etwas verkauft wurde
  • Galerie Plus – 0,75 €
  • Startzeitplanung – 0,20 € (Unsinn! Lieber Entwurf speichern & per Hand online stellen)

Zu guter Letzt möchte ich sagen, dass diese Tipps nur meine eigene Erfahrung mit Ebay widerspiegeln. Wenn ihr die ein oder andere Sache anders seht, verratet es mir in den Kommentaren. Ich freue mich drauf! 🙂

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